Du greifst automatisch zum Handy. Noch im Bett bevor du richtig wach bist; in der U-Bahn oder dem Bus; beim Warten auf den nächsten Termin und im Urlaub sowieso. Oft merkst du erst später, dass du in diesen Momenten eigentlich gar nicht wirklich da warst, oder?
Weil du dich irgendwo zwischen Feeds, Nachrichten und Bildern verloren hast, die schnell wieder verschwinden – und keinen positiven Nachhall oder Eindruck bei dir hinterlassen haben.
Ich persönlich lege das Smartphone immer öfter bewusst weg. Es geht gar nicht darum, komplett offline zu sein, um Technologieverdrossenheit oder eine radikale „Anti-Kur“. Ich möchte einfach mehr vom Leben haben, mehr ERLEBEN – und oft ist das Handy da im Weg.
Heute zeige ich dir 5 einfache Tipps, wie du wieder mehr echte Momente in deinem Alltag mitbekommst. Und du wirst merken: Wenn du einmal damit beginnst, deine Umgebung bewusster wahrzunehmen, wird es dir sowas von gefallen!
Alles Liebe, deine Brigitte Alice 💌
Ich habe mir selbst ein „Smartphone-Verbot“ in der U-Bahn auferlegt. Einfach, weil ich es so gruselig finde, dass dort alle über ihren Screens hängen, egal zu welcher Tageszeit. Das hat meine Fahrten komplett verändert: Statt zu scrollen oder gestresst vor der nächsten Station Nachrichten zu tippen, schaue ich Menschen an (manchmal lächle ich sogar hin), entdecke schöne Outfits, höre kleine Gespräche oder schließe einfach die Augen, wenn ich müde bin.
Die Fahrt wird dadurch nicht leerer, sondern voller. Das funktioniert übrigens genauso gut im Bus, der Bim oder auf allen sonstigen Wegen, die du zurücklegst. Du bekommst plötzlich kleine Szenen des Alltags mit, die sonst komplett an dir vorbeiziehen würden.
Der erste Moment des Tages ist entscheidend: für deine Energie und wie du dich insgesamt fühlst. Und dennoch: Die Verlockung ist groß, sofort zum Smartphone zu greifen, WhatsApp und Social Media zu checken oder die neuesten Nachrichten zu lesen – dabei hast du noch nicht einmal richtig die Augen geöffnet, bist noch gar nicht ganz wach.
Mach das nicht! Probier stattdessen ganz bewusst etwas anderes: Bleib kurz liegen, spür in einen Körper, schau vielleicht aus dem Fenster oder halte einfach deine Hände fest. Du brauchst keinen Input von außen, bevor dein Tag überhaupt begonnen hat. Gönn dir bewusst diesen Moment und du wirst merken: Du startest ruhiger und klarer in den Tag.
Ein Treffen mit jemandem, der dir wichtig ist und auf den du dich freust, ist kein „Nebenbei-Moment“. Trotzdem liegen die Handys oft sichtbar zwischen euch am Tisch, sie blinken und klingen, Nachrichten trudeln rein, die zwischendurch gecheckt werden … so kannst du dich nicht auf dein Gegenüber fokussieren.
Mach es bewusst anders: Check dein Handy direkt vor dem Treffen, dann stell es auf lautlos und steck es weg. Du musst die nächsten zwei Stunden nicht erreichbar sein, deine Nachrichten sind danach auch noch da. Gleichzeitig setzt du damit ein starkes Zeichen von Präsenz und Respekt gegenüber der Person, die dir gegenüber sitzt. Und plötzlich wird das Gespräch wieder das, was es sein soll: echt – und du bekommst jede Einzelheit mit.
Ein glühender Sonnenuntergang, der glitzernde Vollmond, ein fantastischer Konzertmoment, ein Teller heißer Pasta im Italien-Urlaub oder ein seltenes Tier, das dir über den Weg läuft – dein erster Reflex: mit dem Smartphone festhalten. Unabhängig davon, dass das Foto oder Video oft eh nichts taugt, verlierst du gerade hier oft den Moment selbst, und das für immer. Es ist ein bisschen als hättest du ihn nie wirklich erlebt.
Du kannst das auch bewusst anders machen und zum Beispiel im Urlaub üben: Bevor du reflexartig das Handy zückst, schau zuerst einfach nur hin, höre zu und nimm mit deiner ganzen Aufmerksamkeit wahr, welche Wunder da gerade passieren. Etwas später kannst du noch immer fotografieren, versenden, posten usw. Aber der Moment ist gespeichert, in deiner Erinnerung. Und mal ehrlich, wie oft schaust du dir die verwackelten Mond-Fotos und den schalen, verpixelten Sonnenuntergang später noch an?
Zwischen zwei Terminen, beim Warten auf den Kaffee, vor der Yoga-Stunde: Du hast über den Tag verteilt immer wieder kleine Pausen. Kann es sein, dass du sie automatisch mit dem Smartphone füllst? Versuch stattdessen, dir beim nächsten Mal genau dort einen winzigen Moment nur für dich zu nehmen – eine Mini-Me-Time sozusagen.
Alles, was dir gut tut, taugt: trink bewusst einen Schluck Wasser, geh zum Fenster und schau den Vögeln im Baum zu, schließ deine Augen und lockere deine Schultern oder atme einfach nur tief durch. Diese kleinen Unterbrechungen wirken unscheinbar, aber sie holen dich immer wieder zurück zu dir selbst und geben dir Kraft – mitten im Alltag, ganz ohne Smartphone.
Digital Detox muss kein radikaler Schnitt sein. Denk an mein „Handy-Verbot“ in der U-Bahn: Ich versäume dadurch absolut nichts, sondern gewinne im Gegenteil Ruhe, beobachte kleine Episoden und freu mich, anderen bewusst ein Lächeln zu schenken – und es vielleicht sogar zurückzubekommen.
Schreib mir gerne, in welchen Momenten du aufs Handy verzichtest und was du dadurch gewinnst.
Happy detoxing, deine Brigitte Alice 💌